Die Zauberflöte — Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Neue Produktion des Festival d’Aix-en-Provence
Eine Koproduktion mit Les Théâtres de la Ville de Luxembourg, Opera Ballet Vlaanderen
Durch unzählige Zustände von Verzückung und Geheimnis schreitet ein Paar vom Dunkel ins Licht und trägt ein neues Ideal für die menschliche Gesellschaft in sich. Mozarts Lieblingswerk, dessen großen Erfolg er bis zu seinen letzten Lebensstunden miterleben konnte, ist ein ästhetisches und spirituelles Wunder: Seine komplexe Schlichtheit und die einzigartige Vielfalt an Klangfarben und Sprachen machen es zu einem universellen Meisterwerk zwischen Märchenunterhaltung und feierlicher Initiation. Doch jede leuchtende Utopie hat ihre Schattenseite, sobald sie in der westlichen Welt Gestalt annimmt und eine Vision der perfekten Gemeinschaft in die Geschichte eintritt. Clément Cogitore lädt uns ein, den Bildungsweg junger Menschen in einer Welt zerbrechlicher Schönheit und unsicherer Wahrheiten zu begleiten. Erstmals beim Festival widmen sich Leonardo García-Alarcón und Cappella Mediterranea einem Werk seines bedeutendsten Komponisten, interpretiert von einem ebenso zauberhaften Ensemble.
Inhalt
Zusammenfassung
Erster Aufzug
Der junge Prinz Tamino wird von der Königin der Nacht ausgesandt, um ihre Tochter Pamina zu retten, die vom Fürsten Sarastro entführt wurde. Der Vogelfänger Papageno wird Tamino zur Seite gestellt. Von den bis jetzt noch freundlichen drei Damen der Königin der Nacht erhält Tamino eine Zauberflöte, Papageno ein magisches Glockenspiel. Die beiden brechen auf, um Pamina zu befreien. Papageno findet Pamina in Sarastros Reich und berichtet ihr, dass der verliebte Tamino zu ihrer Rettung aufgebrochen ist. Sie wollen fliehen, um Tamino entgegenzueilen, treffen dabei jedoch auf Sarastros Oberaufseher Monostatos, dem sie mit Hilfe des Glockenspiels entkommen. Derweil erreicht Tamino Sarastros Weisheitstempel, wo er erfährt, dass Sarastro nur gute Absichten verfolge, was ihm nicht so ohne weiteres einleuchtet („So ist denn alles Heuchelei“). Tamino gerät in die Hände von Monostatos, der ihn als Gefangenen zu Sarastro bringt. Monostatos wird von Sarastro bestraft, Tamino und Papageno werden in den Prüfungstempel geführt und von Pamina getrennt.
Zweiter Aufzug
Sarastro wünscht, dass Tamino als Priester des Weisheitstempels geweiht wird, und erklärt, dass er, Sarastro, Pamina entführt habe, um sie vor der bösen Königin der Nacht zu bewahren, die auch den Tempel zerstören wolle. Tamino und Pamina seien füreinander bestimmt, und auch für Papageno gebe es eine Papagena. Sie müssten zuvor jedoch drei Prüfungen bestehen: Mündigkeit, Verschwiegenheit und Standhaftigkeit. Tamino und der zaghafte Papageno unterziehen sich den Prüfungen, Papageno versagt jedoch schon zu Beginn und darf Tamino nicht weiter begleiten. Pamina darf dagegen weiter ihrem Tamino folgen; mit Hilfe der Zauberflöte bestehen sie die letzten beiden Prüfungen. Der verzweifelte Papageno wird durch sein magisches Glockenspiel mit Papagena vereint. Die Königin der Nacht versucht einen Überfall auf den Tempel, wird dabei jedoch mit Monostatos und anderen Verbündeten vernichtet. Tamino und Pamina werden schließlich durch Sarastro gemeinsam in den Kreis der Eingeweihten aufgenommen.