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Tosca

VenueMacerata Sferisterio
CalendarFr. 16 Juli 2027 - Fr. 06 Aug. 2027
Inhalt / Details

Tosca – Giacomo Puccini

Oper in drei Akten von Giacomo Puccini, Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
Neue Koproduktion des Macerata Opera Festival und der Fondazione Pergolesi Spontini

 

Eines der beliebtesten Werke Puccinis – und tatsächlich eines der beliebtesten des gesamten Opernrepertoires – erzählt die Geschichte der berühmten Sängerin Tosca und ihrer tragischen Liebesbeziehung zu dem Maler Cavaradossi. Die Handlung spielt vor dem Hintergrund von Machtmissbrauch, Freiheitsbestrebungen, Gewalt und schließlich dem Tod.

Die Oper ist im Jahr 1800 in Rom angesiedelt, während der Restauration nach dem Scheitern des kurzen republikanischen Experiments. Tosca besticht nicht nur durch einige der berühmtesten Arien Puccinis, sondern berührt das heutige Publikum weiterhin durch Themen, die nach wie vor aktuell sind – allen voran die starke weibliche Hauptfigur.

Die neue Inszenierung übernimmt Tomer Zvulum, bekannt für seinen filmischen Zugang zur Oper. Die musikalische Leitung liegt bei Ramón Tebar, einem der interessantesten Dirigenten seiner Generation.

 

 

Handlung 

Die Oper spielt am 17. und 18. Juni 1800 in Rom.

 

Erster Akt

(In der Kirche Sant’Andrea della Valle)

Der politische Gefangene Angelotti ist gerade aus dem Staatsgefängnis Engelsburg in die Kirche Sant’Andrea della Valle geflohen; er versteckt sich dort in der Familienkapelle der Attavanti, als der Mesner (Küster) in die Kirche kommt. Der Maler Mario Cavaradossi gestaltet in dieser Kirche das Altarbild. Er zeichnet dabei die Gestalt der Maria Magdalena nach dem Vorbild einer schönen Unbekannten, die in letzter Zeit oft in der Kirche zu sehen war. Zwar räumt Cavaradossi ein, dass die Unbekannte ihm als Modell gedient habe, beteuert aber, sein Herz gehöre allein seiner Geliebten, der Sängerin Floria Tosca („Recondita armonia“).

 

Nachdem der Mesner gegangen ist, wagt sich Angelotti aus seinem Versteck und trifft auf Cavaradossi, der ein alter Freund von ihm ist. Cavaradossi will Angelotti helfen und verschließt die Tür der Kirche, um nicht überrascht zu werden. Da erscheint Tosca, und Angelotti muss sich wieder verstecken. Zuvor gibt ihm Cavaradossi noch den Korb mit seinem Mittagessen, damit er sich stärken kann. Die verschlossene Tür und dass sie eine zweite Stimme gehört zu haben glaubt, macht Tosca eifersüchtig; sie beschuldigt Cavaradossi der Untreue. Zwar kann Cavaradossi die Situation entschärfen und ein Treffen für den Abend verabreden, aber die Eifersucht Toscas entflammt erneut, als sie auf dem von Cavaradossi gemalten Bild die Gräfin Attavanti erkennt.

 

Nach dem Abgang Toscas planen Cavaradossi und Angelotti die weitere Flucht. Cavaradossi erfährt von Angelotti, dass dessen Schwester – eben jene Gräfin Attavanti – Frauenkleider und einen Fächer in die Kirche gebracht hat, als Maskerade für ihn auf seiner Flucht. Sie hören einen Kanonenschuss von der Engelsburg, der meldet, dass die Flucht Angelottis entdeckt wurde. Cavaradossi verlässt mit Angelotti die Kirche, um ihn in seinem abgelegenen Landhaus zu verstecken. In der Eile bleibt der Fächer liegen.

 

Der Mesner betritt die Kirche mit der Nachricht vom Sieg der österreichischen Truppen bei Marengo. Polizeichef Baron Scarpia, der Angelotti verfolgt, betritt die Kirche. Der Fächer mit dem Wappen der Attavantis, das Madonnenbildnis und der geleerte Esskorb erhärten seinen Verdacht, dass Angelotti in der Kirche war und Cavaradossi ihn bei der Flucht unterstützt. Tosca kehrt in die Kirche zurück, um Cavaradossi mitzuteilen, dass sie die Verabredung am Abend nicht einhalten kann, da sie auf dem Siegesfest singen solle. Sie trifft auf Scarpia, der den Fächer der Attavanti nutzt, um ihre Eifersucht zu schüren. Als Tosca aufbricht, um Cavaradossi und dessen vermeintliche Geliebte zur Rede zu stellen, schickt ihr Scarpia den Polizeiagenten Spoletta auf die Spur („Tre sbirri ...“).

 

Zweiter Akt

(Scarpias Räume im Palazzo Farnese)

Scarpia gibt dem Gendarm Sciarrone den Auftrag, Tosca einzuladen. Polizeiagent Spoletta berichtet von der vergeblichen Durchsuchung der Villa Cavaradossis. Er hat dort nicht den entflohenen Angelotti, sondern nur Cavaradossi angetroffen, den er zum Verhör mitgebracht hat. Als Cavaradossi sich weigert, den Aufenthaltsort Angelottis zu verraten, lässt Scarpia Cavaradossi im Nebenzimmer foltern, so dass Tosca dessen Schreie hören kann. Trotz der Folter verrät Cavaradossi das Versteck seines Freundes nicht. Tosca jedoch bricht schließlich zusammen und gibt das Versteck Angelottis preis. Als ihn die Agenten Scarpias verhaften wollen, bringt sich Angelotti um.

 

Sciarrone überbringt Scarpia die Nachricht vom Sieg Napoleons gegen die mit dem Kirchenstaat verbündeten Österreicher in der Schlacht von Marengo. Als Cavaradossi dies hört, bekennt er sich emphatisch zu seinen politischen Idealen. Daraufhin lässt Scarpia Cavaradossi zur Hinrichtung abführen. Tosca bittet Scarpia, das Leben Cavaradossis zu retten, und fragt nach dem Preis dafür („Quanto? ... Il prezzo.“). Scarpia gibt zwar zu, käuflich zu sein, fordert aber als Gegenleistung für die Freilassung Cavaradossis nicht Geld, sondern dass Tosca ihm zu Willen sei („Sì, t'avrò“). Als Tosca erkennt, dass ihr nur noch wenig Zeit für die Rettung Cavaradossis bleibt, beklagt sie ihr Los (Arie Vissi d’arte (Ich lebte für die Kunst)) und willigt in den Handel ein. Scarpia gibt daraufhin Spoletta den Befehl, Cavaradossi wie den Grafen Palmieri („Come facemo del conte Palmieri“) nur zum Schein hinrichten zu lassen. Tosca stellt zwei Bedingungen: Sie will Cavaradossi die Begnadigung selbst mitteilen, und sie fordert von Scarpia für sich und Cavaradossi einen Geleitbrief für die Flucht aus dem Kirchenstaat. Während Scarpia diesen Brief schreibt, sieht Tosca ein Messer auf dem Tisch, sie nimmt es an sich, und als Scarpia Tosca an sich ziehen will („Tosca, finalmente mia!“), stößt sie ihm das Messer in die Brust („Questo è il bacio di Tosca“). Tosca nimmt den Geleitbrief, den Scarpia im Tod festhält, an sich. Dann stellt sie zwei Kerzen neben den Toten und legt ihm ein Kreuz auf die Brust („E avanti a lui tremava tutta Roma“ – „Und vor ihm zitterte ganz Rom“).

 

Dritter Akt

(Gefängnis in der Engelsburg)

In der Morgendämmerung erklingt der Gesang eines Hirten. Die Erschießung Cavaradossis auf der Plattform der Engelsburg wird vorbereitet. Dieser schreibt einen Abschiedsbrief an Tosca und erinnert sich ihrer ersten Liebesnacht und des schönen und nun so schnell endenden Lebens (eine der bekanntesten und beliebtesten Opernarien: E lucevan le stelle).

 

Tosca hat sich mit dem Passierschein Scarpias in das Gefängnis begeben und teilt ihrem Geliebten mit, dass das Urteil nur zum Schein vollstreckt werden soll. Sie weist ihn an, mitzuspielen und sich nach den Schüssen mit Platzpatronen realitätsnah fallen zu lassen. Nach dem Abzug des Erschießungskommandos will sie mit ihm in die Freiheit reisen. Das Erschießungskommando erscheint und erschießt Cavaradossi. Tosca will ihm nach dessen Abzug aufhelfen und muss voller Schreck erkennen, dass Scarpia auch sie betrogen hat: Cavaradossi ist wirklich tot. Inzwischen ist auch der Tod Scarpias entdeckt worden. Als Tosca deswegen von den Gendarmen verhaftet werden soll, stürzt sie sich mit dem Ausruf „O Scarpia, avanti a Dio!“ („Oh Scarpia, zu Gott!“) von der Engelsburg.

  • Wo findet das Macerata Opera Festival statt?
    • Das Macerata Opera Festival findet in der Arena Sferisterio statt, einem historischen Freilichttheater in Macerata, Italien. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, vor ihrer Ankunft den auf ihrem Ticket angegebenen Eingang zu überprüfen.
  • Wann sollte ich am Veranstaltungsort eintreffen?
    • Es wird empfohlen, mindestens 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn einzutreffen. Die Tore öffnen in der Regel 45 Minuten vor der angesetzten Beginnzeit.
  • Gibt es während der Opernaufführungen Übertitel?
    • Ja. Bei den Aufführungen des Macerata Opera Festival werden italienische und englische Übertitel eingeblendet, damit das Publikum der Handlung folgen und den Text besser verstehen kann.
  • Was passiert, wenn die Aufführung durch schlechtes Wetter beeinträchtigt wird?
    • Da die Arena Sferisterio ein Freiluftveranstaltungsort ist, können sich Aufführungen bei schlechtem Wetter verzögern. Der Beginn kann um bis zu 120 Minuten verschoben werden. Wird eine Aufführung vor ihrem Beginn abgesagt, haben Ticketinhaber möglicherweise Anspruch auf eine Rückerstattung oder einen Umtausch gegen eine andere Aufführung derselben Oper, vorbehaltlich der Festivalbedingungen und der Verfügbarkeit.
Besetzung

Regie: Tomer Zvulun
Dirigent: Ramón Tebar

Veranstaltungsort
Macerata Sferisterio

Das Macerata Sferisterio ist eines der bekanntesten Freilufttheater Italiens, gelegen in der charmanten Stadt Macerata in der Region Marken. Dieses atemberaubende Amphitheater wurde ursprünglich im 19. Jahrhundert als Sportarena erbaut, hat sich jedoch seitdem einen Ruf als Gastgeber von erstklassigen kulturellen und künstlerischen Veranstaltungen erarbeitet, insbesondere von Opernaufführungen.

Das Sferisterio ist bekannt für seine außergewöhnliche Akustik und historische Bedeutung. Es bietet Platz für über 2.000 Zuschauer und ermöglicht ein wirklich einzigartiges Erlebnis für jeden Besucher. Die Freiluftstruktur des Veranstaltungsortes erlaubt es den Gästen, atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Landschaft zu genießen, während sie einige der besten Live-Aufführungen in Italien erleben. Das Sferisterio ist zudem Heimat des renommierten Sferisterio Opera Festivals, das jeden Sommer stattfindet und internationales Publikum anzieht.

Der Zugang zum Macerata Sferisterio ist einfach. Die Stadt Macerata ist gut mit dem Zug und dem Bus verbunden, mit regelmäßigen Verbindungen aus großen Städten wie Ancona, Bologna und Rom. Der nächste Bahnhof, Stazione di Macerata, ist nur einen kurzen Spaziergang vom Veranstaltungsort entfernt, was ihn für Reisende sehr gut erreichbar macht. Für diejenigen, die mit dem Auto anreisen, gibt es mehrere Parkmöglichkeiten rund um das Sferisterio, und die Stadt ist gut an das Straßennetz angebunden.

Das Sferisterio selbst ist ein prächtiges Gebäude, das klassische und moderne architektonische Elemente vereint. Besucher können die Umgebung erkunden, die üppige Gärten und einen malerischen Platz umfasst, der perfekt ist, um die Atmosphäre vor oder nach einer Aufführung zu genießen. Das Sferisterio bietet eine Vielzahl von Sitzplätzen, darunter reservierte Plätze in den vorderen und oberen Bereichen sowie Stehplätze für diejenigen, die ein eher informelles Erlebnis bevorzugen.

Wenn Sie eine Veranstaltung im Macerata Sferisterio besuchen, sollten Sie frühzeitig anreisen, um die schöne Umgebung und Atmosphäre zu genießen. Die einzigartige Geschichte und der Standort des Veranstaltungsorts machen ihn zu einem Muss für jeden Kulturinteressierten.

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