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Madama Butterfly

VenueTeatro Regio di Parma
CalendarFr. 16 Apr. 2027 - Sa. 24 Apr. 2027
Inhalt / Details

Handlung

Die Oper spielt bei Nagasaki um das Jahr 1900.

Die in der Zweitfassung entfernten Inhalte sind innerhalb eckiger Klammern wiedergegeben.

 

Erster Akt

Ein japanisches Haus mit Terrasse und Garten auf einem Hügel, im Hintergrund Nagasaki mit dem Hafen

Der amerikanische Marineoffizier Pinkerton – stationiert in Nagasaki – hat über den Vermittler Goro ein Haus zur Nutzung für 999 Jahre erworben, inklusive des Geisha-Mädchens Cio-Cio-San,[Anm. 2] genannt Butterfly. Goro führt ihn durch das Haus und stellt ihm die Angestellten vor, darunter die Zofe Suzuki. [Pinkerton macht sich über deren Namen lustig und gibt ihnen stattdessen Nummern.] Jetzt erscheint der Konsul Sharpless, und Pinkerton schwärmt ihm von seinem genießerischen Yankee-Leben vor (Pinkerton: „Dovunque al mondo“). Er freut sich darüber, sogar seine japanische Ehe jederzeit monatlich kündigen zu können. Sharpless rät ihm, nicht zu leichtfertig mit der neuen Verbindung umzugehen: Butterfly habe sich im Konsulat nach Amerika erkundigt und nehme die Heirat sehr ernst. Doch Pinkerton verwirft diesen Gedanken. Er trinkt auf seine zukünftige Ehe mit einer echten Amerikanerin.

Goro meldet die Ankunft Butterflys und ihrer Freundinnen. Butterfly erzählt Pinkerton und Sharpless gut gelaunt ihre Lebensgeschichte: Seit ihre einst adlige Familie verarmt ist, arbeitet sie als Geisha. Ihr Vater ist verstorben, und sie ist fünfzehn Jahre alt. Jetzt treffen auch der Regierungskommissar, der Standesbeamte und Butterflys Verwandte ein. [Bei der Vorstellung lernt Pinkerton Butterflys Onkel Yakusidé und eine Base mit ihrem Sohn kennen.] Die Mutter, die Tante und weitere Verwandte bewundern das schöne Haus, während die Base und andere Verwandte abfällige Bemerkungen über die geplante Hochzeit machen. Yakusidé interessiert sich nur für den Wein. Butterfly zeigt Pinkerton ihre persönlichen Gegenstände, darunter auch den Dolch, mit dem ihr Vater auf Befehl des Mikados Seppuku begangen hatte, sowie einige religiöse Ahnenfiguren. Sie teilt Pinkerton im Geheimen mit, dass sie am Vortag ohne Wissen der Familie im Missionshaus den christlichen Glauben angenommen hat (Butterfly: „Io seguo il mio destino“). [Sie erwähnt beiläufig, dass Pinkerton für sie 100 Yen bezahlt hat und wirft die Figuren von sich.]

Der Kommissar vermählt nun offiziell Pinkerton und Butterfly. [Es gibt eine kurze Störung, als Yakusidé und das Kind vorzeitig zum Konfekt greifen.] Sharpless und der Kommissar verabschieden sich. Die Familie stößt auf das Paar an. [Pinkerton bittet den inzwischen betrunkenen Yakusidé, ein Lied vorzutragen (Pinkerton: „All’ombra d’un Kekì“).] Die Feier wird durch Butterflys Onkel, einen Bonzen (Priester), abrupt beendet: Er verflucht Butterfly wegen ihres Besuchs im Missionshaus. Sie wird von ihrer empörten Familie verstoßen. Nachdem die Angehörigen gegangen sind, tröstet Pinkerton seine Braut. Suzuki spricht im Haus ein japanisches Abendgebet. Pinkerton und Butterfly erfreuen sich eine Weile gemeinsam an der Stille des mittlerweile angebrochenen Abends (Butterfly/Pinkerton: „Viene la sera“). Anschließend wird Butterfly von Suzuki für die Hochzeitsnacht zurechtgemacht. Beide genießen im Garten ihre Liebe (Duett: „Bimba dagli occhi pieni di malia“). [Butterfly gibt zu, dass sie erschrocken war, als sie von seinem Antrag erfahren hatte.] Sie ist schon mit der geringsten Liebeszuwendung glücklich (Duett: „Vogliatemi bene, un bene piccolino“). Als Pinkerton sie mit einem gefangenen Schmetterling vergleicht, den man festnagelt, damit er nicht mehr fliehen kann, glaubt sie, sie seien nun für immer vereint.

 

Zweiter Akt [zweiter Akt, erster Teil]

Das Innere von Cio-Cio-Sans Haus

Drei Jahre sind vergangen. Pinkerton hat Butterfly kurz nach der Hochzeit verlassen, aber versprochen, bald wiederzukommen. Suzuki bittet die japanischen Götter, dass Butterfly wieder ihr Glück finden möge. Butterfly hofft eher auf den Gott der Amerikaner. Obwohl Pinkerton den Konsul angewiesen hat, ihre Wohnung zu bezahlen, haben sie mittlerweile finanzielle Probleme. Butterfly erinnert die zweifelnde Suzuki an Pinkertons Versprechen, zurückzukehren, wenn die Rosen erblühen und die jungen Rotkehlchen im Nest zwitschern. Sie stellt sich bildhaft seine Ankunft in einem weißen Kriegsschiff vor (Butterfly: „Un bel dì, vedremo“). Suzuki zieht sich zurück.

Da treffen Goro und der Konsul im Garten ein. Butterfly begrüßt sie freudig. Sharpless hat einen Brief Pinkertons erhalten. Bevor er ihn zeigen kann, will Butterfly von ihm wissen, wann in Amerika die Rotkehlchen brüten. Darauf hat Sharpless keine Antwort. Mit Unterstützung Goros wird der reiche Yamadori vorstellig: Er will Butterfly heiraten. Nach japanischem Recht gilt eine verlassene Ehefrau als geschieden. Sie verhöhnt ihn: ihre „amerikanische“ Ehe sei nicht so leicht zu lösen. Yamadori verabschiedet sich schweren Herzens. Nun will Sharpless Butterfly behutsam darauf vorbereiten, dass Pinkerton zwar nach Japan unterwegs ist, jedoch nicht, um bei ihr zu bleiben. Er beginnt, ihr den Brief vorzulesen – doch Butterfly verhindert, dass er ihr die bittere Nachricht mitteilen kann, da sie ihn nach jeder Zeile unterbricht und alles nach ihren Wünschen interpretiert. Sharpless rät ihr dennoch, Yamadoris Antrag anzunehmen. Da präsentiert Butterfly ihm ihr dreijähriges Kind, Pinkertons Sohn, von dem dieser noch nichts weiß. Sharpless solle Pinkerton von ihm berichten, dann werde er sofort herbeieilen. An ihren Sohn gewendet, erklärt sie, dass sie eher sterben wolle als zu betteln oder noch einmal als Geisha zu arbeiten (Butterfly: „Che tua madre“). Sein Name sei „Dolore“ („Kummer“), doch nach der Rückkehr seines Vaters werde er „Gioia“ („Jubel“) heißen. Sharpless verspricht, Pinkerton von seinem Sohn zu berichten, und geht. Suzuki zieht Goro gewaltsam in die Wohnung und bezichtigt ihn, falsche Gerüchte über den Vater des Kindes zu verbreiten. Butterfly wirft ihn unter Drohungen hinaus. Suzuki trägt das Kind fort.

Plötzlich verkündet ein Kanonenschuss die Ankunft von Pinkertons Schiff. Butterfly fordert Suzuki auf, das Haus zum Empfang mit blühenden Kirschzweigen und Blumen zu schmücken (Duett: „Scuoti quella fronda“). Sie lässt sich ihr Brautkleid bringen, um Pinkerton darin gemeinsam mit Suzuki und ihrem Sohn zu erwarten. [Sie singt ein Wiegenlied für das Kind.] Während Butterfly durch kleine Löcher in den Wänden nach draußen blickt, schlafen Suzuki und das Kind bald ein. Draußen erklingen mysteriöse Stimmen (Voci misteriose a bocca chiusa – Summchor).

 

Dritter Akt [zweiter Akt, zweiter Teil]

Ebenda

Eine Nacht ist wachend vergangen, Pinkerton ist noch nicht erschienen. Butterfly zieht sich mit dem Kind zurück, um etwas Ruhe zu finden. Suzuki verspricht, sie zu holen, falls Pinkerton auftauchen sollte. Kurz darauf wird Suzuki von Sharpless und Pinkerton überrascht. Vor dem Haus wartet Kate, Pinkertons Frau. Sie kommen, um das Kind in eine gesicherte Zukunft – nach Amerika – zu holen. Pinkerton bittet Suzuki, Butterfly noch nicht zu wecken, weil er sie um Hilfe bei der Übergabe bitten will. Er denkt reumütig an die Vergangenheit zurück (Terzett Sharpless/Suzuki/Pinkerton: „Io so che alle sue pene“). Da er es nicht ertragen kann, Butterfly wiederzusehen, flieht er jedoch aus dem Haus[, nachdem er Sharpless etwas Geld für sie gegeben hat] (Pinkerton: „Addio fiorito asil“). Suzuki verspricht Kate, Butterfly zu überreden, ihr das Kind zu überlassen. Als Butterfly nach ihrer Rückkehr den Konsul und die noch immer draußen wartende Kate erblickt, erkennt sie die Wahrheit. [Kate bittet sie um das Kind.] Butterfly schickt alle fort und erklärt, dass sie das Kind nur Pinkerton persönlich übergeben wolle. [Das ihr von Sharpless angebotene Geld weist sie zurück.] Sie bittet Suzuki, sich um das Kind zu kümmern und sie allein zu lassen. [Sie singt ein Lied über den Tod.] Dann zündet sie ein Licht vor einem Schrein an, kniet nieder, nimmt den Dolch ihres Vaters und liest den darauf geschriebenen Samurai-Wahlspruch: „Ehrenvoll sterbe, wer nicht länger mehr leben kann in Ehren.“ Als sie sich das Messer an die Kehle setzt, kommt ihr Sohn hereingelaufen. Sie lässt den Dolch fallen, umarmt und küsst ihn leidenschaftlich (Butterfly: „Tu, tu piccolo iddio“), bevor sie ihn auf eine Matte setzt, ihm eine kleine amerikanische Fahne gibt und ihm die Augen verbindet. Anschließend tritt sie hinter einen Wandschirm. Man hört das Messer fallen, und sie stürzt zu Boden. Von draußen ruft Pinkerton nach ihr. Sie schleppt sich mit letzter Kraft zu dem Kind. Pinkerton und Sharpless finden sie sterbend neben ihm.

  • - Wo befindet sich das Teatro Regio di Parma?
    • Das Teatro Regio di Parma befindet sich im historischen Zentrum von Parma, Italien, einer Stadt, die für ihr reiches musikalisches Erbe und ihre Operntradition bekannt ist. Die Adresse lautet Str. Giuseppe Garibaldi, 16/A, 43121 Parma, Italien.
  • - Wie früh sollte ich vor der Vorstellung eintreffen?
    • Wir empfehlen, mindestens 30 Minuten vor Beginn der Vorstellung einzutreffen. So haben Sie genügend Zeit, den Eingang zu finden, Ihr Ticket bereitzuhalten, bei Bedarf die Garderobe zu nutzen und Ihren Sitzplatz zu finden. Planen Sie zusätzliche Zeit ein, wenn Sie mit dem Veranstaltungsort nicht vertraut sind.
  • - Welche Kleiderordnung gilt im Teatro Regio di Parma?
    • Wir empfehlen elegante Freizeitkleidung (Smart Casual). Für Opernaufführungen am Abend oder besondere Veranstaltungen können sich Gäste auch formeller kleiden. Abendgarderobe ist in der Regel nicht erforderlich. Wir empfehlen jedoch, auf Strandkleidung, Sportkleidung und allzu legere Kleidung zu verzichten.
  • - Gibt es eine Garderobe im Teatro Regio di Parma?
    • Ja. Das Theater verfügt über eine Garderobe, in der Besucher Mäntel, Regenschirme, Hüte und Taschen abgeben können. Die Verfügbarkeit und mögliche Einschränkungen können von der jeweiligen Vorstellung abhängen.
  • - Ist das Teatro Regio di Parma für Besucher mit eingeschränkter Mobilität zugänglich?
    • Das Theater bietet rollstuhlgerechte Wege und ausgewiesene Plätze für Rollstuhlfahrer. Barrierefreie Sitzplätze sollten im Voraus organisiert werden. Kontaktieren Sie uns direkt, um sicherzustellen, dass geeignete Plätze verfügbar sind.
  • - Sind Fotografieren und Videoaufnahmen während der Vorstellungen erlaubt?
    • Fotografieren sowie Ton- und Videoaufnahmen sind während der Vorstellungen nicht gestattet. Bitte schalten Sie Ihr Mobiltelefon und alle Wecker aus, bevor die Vorstellung beginnt.
Besetzung

Musik von Giacomo Puccini Japanische Tragödie in drei Akten Libretto von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa (nach John L. Long und David Belasco) Casa Ricordi, Mailand Uraufführung am 17. Februar 1904 am Teatro alla Scala in Mailand

Dirigent: Renato Palumbo Regie, Bühnenbild und Kostüme: Pier Luigi Pizzi Lichtdesign: Massimo Pizzi Gasparon Contarini

 

ITALIAN PHILHARMONIC ORCHESTRA CHOR DES TEATRO REGIO DI PARMA Chorleitung: Martino Faggiani

Inszenierung der Associazione Arena Sferisterio di Macerata

Aufführung mit italienischen Übertiteln

 

Besetzung

Madama Butterfly: Carolina López Moreno

Suzuki: Valentina Pernozzoli

Kate Pinkerton: Irina Bogdanova

F. B. Pinkerton: Piero Pretti

Sharpless: Alessandro Luongo

Goro: Enrico Casari

Onkel Bonze: Baopeng Wang

Veranstaltungsort
Teatro Regio di Parma

Das Teatro Regio di Parma, ursprünglich als Nuovo Teatro Ducale (Neues Herzogliches Theater) erbaut, ist ein Opernhaus und eine Operngesellschaft in Parma, Italien.

Als Ersatz für ein veraltetes Opernhaus erlangte das neue Ducale in den Jahren nach 1829 große Bedeutung, insbesondere nachdem der Komponist Giuseppe Verdi, der in der Nähe von Busseto, etwa dreißig Kilometer entfernt, geboren wurde, berühmt geworden war. Ebenfalls weithin bekannt in Parma war der Dirigent Arturo Toscanini, der 1867 dort geboren wurde.

Wie Lee Marshall feststellte: „Obwohl das Teatro Regio der Stadt nicht so bekannt ist wie die Mailänder Scala oder das venezianische Teatro La Fenice, gilt es unter Opernliebhabern als eines der wahren Zentren der großen italienischen Tradition, und das sachkundige Publikum ist dafür bekannt, seine Zustimmung oder Ablehnung lautstark zum Ausdruck zu bringen – nicht nur von der Galerie aus.“

Der Zuschauerraum mit 1.400 Sitzplätzen, vier Rängen mit Logen und einer darüberliegenden Galerie, wurde am 16. Mai 1829 eröffnet. Zur Eröffnung fand die Uraufführung von Vincenzo Bellinis Oper Zaira statt. Die Inszenierung wurde anschließend noch siebenmal aufgeführt, erfreute sich beim Publikum in Parma jedoch keiner großen Beliebtheit. Ursprünglich war Rossini eingeladen worden, ein Werk zur Eröffnung des Hauses zu komponieren, doch da er zu beschäftigt war, fiel diese Aufgabe Bellini zu. In der ersten Spielzeit wurden jedoch drei Opern von Rossini aufgeführt, darunter Moïse et Pharaon, Semiramide und Il barbiere di Siviglia.

Heute bringt das Opernhaus pro Spielzeit von Mitte Januar bis April etwa vier Opern auf die Bühne. Seit 2003 veranstaltet es außerdem jedes Jahr im Oktober ein Verdi-Festival.

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